Fresenius Group Overview

Ein attraktiver Arbeitgeber sein

Das Wachstum und der Erfolg von Fresenius basieren wesentlich auf dem Engagement unserer weltweit mehr als 300.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mit „Welcome to Fresenius“-Veranstaltungen begrüßen wir unsere neuen Beschäftigten und schaffen eine Gelegenheit zum Netzwerken.

Mit ihren Leistungen, ihren Fähigkeiten und ihrem engagierten Einsatz tragen sie dazu bei, dass unsere Unternehmensbereiche führende Positionen in ihren Märkten einnehmen. Wir wollen auch weiterhin Talente für Fresenius gewinnen, sie an uns binden und weiterentwickeln. Deshalb bieten wir ihnen eine Vielzahl von Entwicklungsmöglichkeiten an. Zudem fördern wir die internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die Vielfalt in den Unternehmensbereichen und Regionen. Die Wichtigkeit, die wir Personalfragen beimessen, bringen wir auch strukturell zum Ausdruck: Im Konzernvorstand ist das Vorstandsmitglied für Recht, Compliance und Personal zentral für die Belange der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verantwortlich.

Die Berichterstattung über Personalfragen umfasst die wesentlichen Themen Personalstruktur und Diversität, Mitarbeiterbeteiligung, Erfolgsbeteiligung, Talentgewinnung, Mitarbeiterbindung und -weiterentwicklung sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Geschäftsmodelle der vier Unternehmensbereiche stellen unterschiedliche Anforderungen an das Management der wesentlichen Themen auf ­operativer Ebene. Daher berichtet Fresenius im Folgenden sowohl über konzernweite als auch über segmentspezifische Konzepte und Maßnahmen.

Personalstruktur und Diversität

Zum Jahresende 2019 beschäftigte der Fresenius-Konzern 294.134 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das waren 17.384 oder 6 % mehr als im Vorjahr (31. Dezember 2018: 276.750).Bezogen auf FTE (Full-time Equivalents – Vollzeitäqui­valente) betrug der Anstieg im Konzern 7 %.

Die regionale Verteilung zeigt folgendes Bild: In Deutschland werden rund 31 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 25 % im übrigen Europa und 26 % in Nordamerika.

Im Hinblick auf die Aufteilung nach Funktionsbereichen blieb unsere Personalstruktur im Geschäftsjahr 2019 weitgehend unverändert: Rund 14 % der beschäftigten Personen sind im Bereich Produktion tätig und 71 % im Bereich Dienstleistungen. Der hohe Anteil im Dienstleistungsbereich ist begründet durch die Anzahl von Pflege- und Dialysepflegekräften in unseren Gesundheitseinrichtungen.

Der Anteil weiblicher Mitarbeiter im Fresenius-Konzern lag zum 31. Dezember 2019 bei 68 % (31. Dezember 2018: 68 %). Der Frauenanteil in den Pflegeberufen ist traditionell höher als im Produktionsbereich. Dies zeigt sich auch im Frauenanteil in den Unternehmensbereichen. Die Zahl der Teilnehmerinnen an unserem konzernweiten Long Term Incentive Plan (LTIP 2018) gibt Aufschluss über den weltweiten Anteil von Frauen in Führungspositionen. Demnach lag die Frauenquote bei diesen rund 1.500 Spitzenkräften zum 31. Dezember 2019 bei 31,6 %.

Der Altersdurchschnitt1 im Konzern betrug 41,0 Jahre (2018: 41,0 Jahre). Dabei ist der größte Anteil der Beschäftigten (55 %) zwischen 30 und 50 Jahre alt. Uns ist es wichtig, eine ausbalancierte Altersstruktur im Konzern zu bewahren. Weiterhin ist die Altersstruktur auch Beleg dafür, dass in unseren Unternehmensbereichen der Bedarf an erfahrenen und gut ausgebildeten Personen hoch ist.

Die Betriebszugehörigkeit1 im Konzern kann durch Akquisitionen in den Unternehmensbereichen schwanken. Im Jahr 2019 betrug sie im Durchschnitt 8,1 Jahre (2018: 8,2 Jahre).

Im Jahr 2019 lag die Rate der Mitarbeiterinnen und Mit­arbeiter, die das Unternehmen freiwillig verlassen1 haben, bei 11,0 % (2018: 9,8 %). Für den Anstieg gibt es ver­schie­dene Gründe. So sieht Fresenius Medical Care z. B. eine Zunahme der Fluktuation aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs speziell in aufstrebenden Ländern. Fresenius Helios sieht sich einem zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte im ­Krankenhausmarkt ausgesetzt. Dies führte im Berichtsjahr zu zahlreichen Maßnahmen, um neues Personal zu gewinnen. Darüber hinaus wurde bei Helios der Dialog mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern intensiviert mit dem Ziel, diese an das Unternehmen zu binden. Weitere Infor­mationen finden Sie im Nichtfinanziellen Konzernbericht.

Unsere Bemühungen lassen sich auch an der Zahl der Neueinstellungen1 in den Unternehmensbereichen ablesen, jeweils bezogen auf die Gesamtzahl der Beschäf­tigten.

1 Die Daten für 2017 von Fresenius Medical Care basieren auf Länderdaten, die 96 % der Beschäftigten erfassen. Der Vorjahreswert von Fresenius Medical Care, und damit auch der Konzernwert 2018, wurde entsprechend angepasst, um der Darstellung des aktuellen Geschäftsjahres mit einer Abdeckung von 100 % zu entsprechen. Die Daten von Helios Deutschland enthalten 2017 und 2016 das Post-Akut-Geschäft in Deutschland. Die Daten von Fresenius Vamed enthalten 2017 auch Zeitarbeitskräfte sowie ab 2018 das von Fresenius Helios an Fresenius Vamed transferierte Post-Akut-Geschäft Deutschland.

Eine Übersicht über die Kennzahlen zur Personalstruktur und zur Diversität für die einzelnen Unternehmensbereiche finden Sie hier.

Fresenius achtet und fördert eine Kultur der Vielfalt. Wir sind überzeugt: Erst das Zusammenspiel unterschiedlicher Sichtweisen, Meinungen, kultureller Prägungen und Erfahrungen ermöglicht uns, Potenziale auszuschöpfen, die uns als globalen Konzern erfolgreich machen. Das Wissen und die sozialen Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre unterschiedlichen ethnischen, gesellschaftlichen und religiösen Hintergründe helfen uns, eine besondere ­Sensibilität für die lokalen Bedürfnisse unserer Kunden und unserer Patientinnen und Patienten zu entwickeln. Das Fundament dieser von gegenseitigem Respekt geprägten Zusammenarbeit und Unternehmenskultur bildet der Fresenius-Verhaltenskodex, der für alle Beschäftigten verbindlich ist.

Weiterführende Informationen zu unserem Diversitätskonzept für den Vorstand und den Aufsichtsrat finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung.

Talente gewinnen, Mitarbeiter binden und entwickeln

Die fortschreitende Globalisierung unserer Märkte ist eine Herausforderung für unser Personalmanagement. Deshalb richten die Unternehmensbereiche ihre Personalpolitik individuell an den jeweiligen Markterfordernissen und kulturellen Unterschieden aus. Dabei konzentrieren wir uns auf drei Handlungsfelder.

  • Talente gewinnen: Um unseren Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu sichern und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, setzen wir auf digitales Personalmarketing, richten eigene Bewerberveranstaltungen aus und präsentieren das Unternehmen auf Karrieremessen. Wir haben in den vergangenen Jahren unser Personal­mar­keting und unsere globale Karrierewebsite ­kontinuierlich ausgebaut. 2019 hat das Marktforschungsinstitut Potentialpark Fresenius zum achten Mal in Folge als das deutsche Unternehmen mit dem besten Internetangebot für Bewerberinnen und Bewerber ausgezeichnet.
  • Personal binden: Als international agierender Gesundheitskonzern schaffen wir je nach Land und Standort verschiedene Anreize für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu gehören z. B. flexible Arbeitszeitmodelle sowie die Möglichkeit, über variable Vergütungsmodelle am Unternehmenserfolg zu partizipieren.
  • Personal entwickeln: Wir ermöglichen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sich in einem internationalen, dynamischen Umfeld professionell weiterzuentwickeln. Wir passen unsere Personalinstrumente stetig an die aktuellen Trends und Erfordernisse an. Neben den konzernweit verbindlichen Trainings zum Verhaltenskodex gibt es in den Unternehmensbereichen Pflichtschulungen zum Qualitätsmanagement, zum Umweltmanagement sowie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Individuelle Trainingsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Führungskräfte sowie ein bereichsspezifisches Talentmanagement runden unsere Personalentwicklungsmaßnahmen ab. Je nach ihrer Kunden- und Marktstruktur verfolgen unsere Unternehmensbereiche unterschiedliche Konzepte und Maßnahmen der Personalentwicklung.

Austausch mit Mitarbeitervertretern

Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen Management, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Arbeitnehmervertretungen ist bei Fresenius gelebte Praxis und ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Ein offener und kontinuierlicher Dialog zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretungen sowie Gewerkschaften ist uns wichtig.

Fresenius handelt verantwortungsvoll gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dazu gehört auch die Verpflichtung, internationale Arbeits- und Sozialstandards einzuhalten, die in unserem Verhaltenskodex und in der Menschenrechtserklärung enthalten ist. Weitere Informationen dazu finden Sie in dem Bereich „Menschenrechte".

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen im Dialog mit ihren Vorgesetzten, können sich aber auch an ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den Personal- oder Compliance-Abteilungen wenden sowie an den Betriebsrat, ihre Gewerkschafts- oder andere Arbeitnehmervertretungen. In Europa stehen rund 77 % unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Beschäftigungsverhältnis, das durch einen Tarifvertrag abgedeckt ist. So unterliegt Fresenius in einigen Ländern Europas branchenbezogenen Tarif verträgen, z. B. in Frankreich, die aufgrund der Branchenzugehörigkeit verbindlich anzuwenden sind. Sofern dies nicht der Fall ist, können länderbezogen Tarifverträge mit lokalen Gewerkschaften oder vergleichbaren Sozialpartnern ausgehandelt werden.

In den europäischen Ländern werden betriebliche Interessenvertretungen nach nationalem Recht gebildet. Für den Umgang mit den lokalen Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften liegt die Hauptverantwortung bei den Unternehmensbereichen jeweils auf Länder- oder Standortebene. Im Fokus unserer Diskussionen mit diesen Vertretungen stehen die lokalen und regionalen Gegebenheiten. Wir wollen gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen maßgeschneiderte Lösungen für die Herausforderungen an den verschiedenen Standorten finden.

Darüber hinaus hat Fresenius den Anspruch, auch mit global agierenden Gewerkschaftsverbänden wie UNI Global Union, Public Services International und IndustriAll Global Union einen offenen und fortlaufenden Austausch zu pflegen.

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Wir betrachten es als selbstverständlichen Teil unserer Verantwortung, die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten. Der Fresenius-Verhaltenskodex schreibt verbindlich vor, arbeitsbedingte Unfälle unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vermeiden. Alle Unternehmensbereiche setzen beim Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Präventivmaßnahmen sowie auf die Eigenverantwortung der Beschäftigten. Die Arbeitssicherheitskonzepte sind an die spezifischen Geschäftsmodelle der vier Unternehmensbereiche angepasst. Sie konzentrieren sich auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Produktionsbereich sowie das betriebliche Gesundheitsmanagement für Angestellte in Gesundheitseinrichtungen oder im Bereich Verwaltung. Sie haben nicht nur den Schutz der Beschäftigten zum Ziel, sondern auch das Wohl und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten.

Im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen erfassen die Unternehmensbereiche kontinuierlich Daten zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sofern diese konsolidiert werden, sind sie in den Abschnitten zu den Unternehmensbereichen dargestellt.

Weitere Informationen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz bei den einzelnen Unternehmensbereichen finden Sie im Nichtfinanziellen Bericht.